Kontakt

Michael Wingerath
Turmstraße 14
46325 Borken
Telefon: 02861 945 850
E-Mail: spfh@caritas-borken.de

 
Link

Mehr zum Projekt "Lampenfieber":

15_02_04_logo_lampenfieber

 
Borken/ Münster, 02. Februar 2015  

Vorhang für "Lampenfieber" gefallen

Kessmann: "Mehr Chancengerechtigkeit"/Sprachförderung für Kinder aus sozial schwachen Verhältnissen im Offenen Ganztag

15_02_02_Abschluss_Lampenfieber
Fuchs und Rabe bei einer Veranstaltung des Projektes "Lampenfieber".
Beobachtet von Wilhelm Neu (Theaterpädagogisches Zentrum Münster)

Münster (cpm). Ob Kinder, Studenten, Eltern oder Lehrer: Sie alle profitierten in den vergangenen drei Jahren vom theaterpädagogischen Projekt "Lampenfieber" des Diözesancaritasverbandes Münster. An vier Standorten im Bistum Münster, unter anderem in Borken, war jeweils in den Sommerferien ein Theaterstück mit Schülern des Offenen Ganztages eingeübt worden. Dabei stand Sprachförderung für Kinder aus schwachen sozialen Verhältnissen besonders im Mittelpunkt.

Projekt "Lampenfieber" am Standort Borken

"Das Projekt ist richtungsweisend für die weitere Entwicklung des Kooperationsfeldes von Jugendhilfe und Schule", erklärt Michael Wingerath, der beim Caritasverband Borken die Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH) und den Bereich Offene Ganztagsschulen (OGS) leitet. Zudem könne die Kompetenz aus den vielfältigen, offenen Diensten der Kinder- und Jugendhilfe des Caritasverbandes in die Arbeit im Offenen Ganztag integriert werden, etwa im Bereich der Fortbildung pädagogischer Mitarbeitender in den OGS oder in der Elternberatung.

Für den Diözesancaritasverband bleibt "Lampenfieber" auch nach Ende der Laufzeit von Bedeutung. "Mit dem Projekt konnten wir etwas für mehr Chancengerechtigkeit tun und unser Angebot im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe entscheidend erweitern", erklärte Diözesancaritasdirektor Heinz-Josef Kessmann am Rande einer Projektveranstaltung in Münster. Denn vor allem über eine fundierte Bildung, deren spielerische Vermittlung bei "Lampenfieber" zentral war, könne zukünftige Armut verhindert werden, so Kessmann weiter.

Dass "Lampenfieber" in Zeiten des demographischen Wandels mit für mehr Bildungsgerechtigkeit sorgen kann, unterstrich Professorin Dr. Karin Böllert von der Universität Münster. Der Anteil der sprachförderbedürftigen Kinder, die Ganztagsangebote in Anspruch nehmen, werde in Zukunft weiter steigen. Projekte wie "Lampenfieber" hätten die richtige Konzeption, um diesen Kindern ihre Stärken zu vermitteln und sie zu fördern. Allerdings warnte sie davor, Projekte dieser Art mit Erwartungen zu überfrachten. Gesellschaftliche Probleme könnten nicht allein im Offenen Ganztag gelöst werden.

Für die Teilnehmer der Veranstaltung wurde es noch einmal dramatisch: Sie durften selbst auf die Bühnenbretter. Unter Anleitung des Münsteraner Theaterpädagogen Wilhelm Neu spielten die erwachsenen Gäste beispielsweise eine Fabel über Fuchs und Rabe nach, die während des Projektes auch von den teilnehmenden Kindern gespielt wurde. Am passenden Kostüm kam dabei niemand vorbei. Unterstützt wurde Neu von Studierenden der Universität Duisburg-Essen, die gemeinsam mit Professorin Dr. Heike Roll und Dr. Anastasia Moraitis ebenfalls am Projekt mitwirkten und es wissenschaftlich begleiteten.

Eindrücke vom Theaterprojekt am Standort Borken

15_02_04_lampenfieber_01

15_02_04_lampenfieber_02

15_02_04_lampenfieber_03

15_02_04_lampenfieber_04

15_02_04_lampenfieber_05

15_02_04_lampenfieber_06

 

Mehr zum Projekt "Lampenfieber" mit vielfältigen weiteren Informationen zu den verschiedenen Standorten:

15_02_04_logo_lampenfieber

Weitere Infos zum Thema »Archiv«