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Gescher, 30. Oktober 2015  

"Ein schöner Rahmen für die Säulenreihe"

Werk des Vredener Künstlers Walter Wittek auf Altenheim-Gelände erinnert an das alte Krankenhaus

Von Helene Wentker

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Der Künstler Walter Wittek (rechts) war dabei, als Steinmetz Andreas Meyerink aus Vreden
(hinten links) und sein Helfer Anton Tenbründel am Mittwoch die Skulptur aus Sandstein-Elementen
des früheren Gescheraner Krankenhauses nach einem Entwurf Witteks auf dem Gelände des
Altenwohnheimes St. Pankratius in unmittelbarer Nähe der Altenheim-Kapelle aufstellten. Foto: wr

GESCHER. Fünf Jahre sind von der Idee bis zur Verwirklichung vergangen. Jetzt erhebt sich eine der Antike nachempfundene Säulenreihe auf der Rasenfläche des Altenheims St. Pankratius in unmittelbarer Nähe zur Kapelle, dort, wo früher das Hospital stand. Die Säulen tragen eine Trümmerlandschaft aus Gesimsen, Laibungen und Spitzbögen. Diese Grundelemente hatte Professor Dr. Bernhard Huskamp, Begründer der Tierklinik Hochmoor, beim Abriss des Krankenhauses gesichert. Inzwischen hat der Künstler Walter Wittek sie neu arrangiert zu eben jener Säulenreihe, die am Mittwochmorgen aufgestellt wurde.

Es war im Jahr 2010, als Professor Huskamp mit der Bitte an Walter Wittek (72) herantrat, eine Idee für die Architektur-Elemente aus Baumberger Sandstein zu entwickeln. Zwei Jahre habe er sich mit dieser Frage befasst, sagt Wittek. Schließlich habe er in seinem Konzept die Elemente "durch die neue Art der Zusammensetzung so arrangiert als sei es eine antike Ruine." Bewusst habe er kein neugotisches Motiv im Baustil des alten Hospitals gewählt, sondern sich für die Umkehrung entschieden. Die Antike, sagt Wittek, sei bis in die Postmoderne aktuell; die Neugotik dagegen eine "mitteleuropäische Schöpfung, die unabhängig von der Antike rund 250 Jahre währte".

2014 dann habe sich Professor Huskamp, der heute in dem Altenwohnheim lebt, entschlossen, die Säulenreihe nach den Plänen Witteks zu stiften. Mit dem Standort in Nähe zur Kapelle sei "ein schöner Rahmen gefunden", lobt der Künstler. Er selbst würde die Säulenreihe "am liebsten 'Palmyra'" nennen - in Erinnerung an die Zerstörung der einzigartigen Ruinen in der zentralsyrischen Wüstenstadt Palmyra durch den IS.

Beeindruckt von dem neuen Kunstwerk auf dem Gelände des Altenwohnheims zeigte sich Wohnheimleiter Norbert Arnzen. Eine Nachtbeleuchtung werde demnächst installiert, um "eine schöne Wirkung auch nachts zu erzielen". Weiterhin ist an die Anbringung einer Tafel gedacht, die das Kunstwerk erklären und seinen Stifter nennen soll.

Quelle: Allgemeine Zeitung