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Münster/ Borken, 26. August 2016  

Caritas nimmt neue Aufgaben in den Blick

Quartiersarbeit wird gestärkt/ Domkapitular Leenders: Interessen der Generationen ausgleichen/ Große Aufgabe Integration

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Domkapitular Josef Leenders

Münster (cpm) Der Diözesancaritasverband Münster baut die Quartiersarbeit aus und unterstützt die örtlichen Verbände verstärkt bei der Antragstellung für EU-Fördermittel. Dies kündigte Diözesancaritasdirektor Heinz-Josef Kessmann auf der Delegiertenversammlung am Freitagnachmittag in Münster an. Diese neuen Aufgaben könnten aus Erträgen der Vorjahre in den Blick genommen werden. Mittel- und langfristig bleibe allerdings das Problem, dass die eher gleichbleibenden Zuschüsse die steigenden Kosten nicht ausgleichen.

Dass Menschen in ihrer Nachbarschaft ihre Stärken und Möglichkeiten nutzen, um sich untereinander zu unterstützen und für ein lebendiges Quartier einsetzen, ist ein Ansatz zum Ausgleich der Interessen zwischen den Generationen. Dafür warb der Vorsitzende der Caritas in der Diözese Münster, Domkapitular Josef Leenders.

Mit der Jahreskampagne "Mach Dich stark für Generationengerechtigkeit" weise die deutsche Caritas in 2016 darauf hin, dass einerseits die jüngere Generation nicht durch zu hohe Rentenbeiträge überfordert werden dürfe. Andererseits habe die ältere Generation ein Anrecht durch ihre Lebensleistung im Alter ausreichend versorgt und gepflegt zu werden, so Leenders. Hier müsse eine gute Balance gefunden werden.

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Diözesancaritasdirektor Heinz-Josef Kessmann

Die Überalterung der Gesellschaft könne selbst durch eine Zuwanderung von 200.000 Menschen im Jahr nicht ausgeglichen werden, stellte Leenders fest. Für umso wichtiger hält es Diözesancaritasdirektor Heinz-Josef Kessmann, sich um die Integration der Flüchtlinge zu bemühen. Dass das nicht immer einfach sei, spüre auch die Caritas in ihrer Arbeit. Umso größer müssten die Anstrengungen sein.

In der aktuellen Debatte, ausgelöst durch die Verhaftung eines Flüchtlings aus Ghana im Kapuziner-Kloster in Münster, bot Kessmann Unterstützung für die örtlichen Verbände und Einrichtungen an, wenn Kirchenasyl als letzte Lösung gewählt wird.

Für verschiedene Gremien mussten neue Delegierte und Mitglieder bestimmt werden. Als neues Mitglied des Caritasrates wurde Maria Anna Hakenes, Vorsitzende des Sozialdienstes katholischer Frauen in Münster, gewählt. Im Verwaltungsrat rückt Dechant Wilhelm Lohle aus Hamm nach.

In der Delegiertenversammlung des Deutschen Caritasverbandes werden die Diözese Münster in den kommenden Jahren vertreten Veronika Borghorst (Geschäftsführerin Caritasverband Castrop-Rauxel), Johannes Böcker (Vorstand Kreiscaritasverband Coesfeld) und Pfarrer Ulrich Messing (Münster). Zudem ist dort der Vorstand des Diözesancaritasverbandes Münster mit Diözesancaritasdirektor Heinz-Josef Kessmann als Vizepräsident des Deutschen Caritasverbandes und Domkapitular Josef Leenders vertreten.

Bestimmt werden musste zudem das Kuratorium der Caritas GemeinschaftsStiftung im Bistum Münster. Weiterhin sind dort Elisabeth Bathe (Coesfeld) und Matthias Müller (Herten) vertreten. Neu sind Sebastian Büscher (Borken), Ulrich Messing (Münster) und Thomas Schlickum (Münster). Schließlich wurde Thomas Schlickum zudem als neuer Vertreter der örtlichen Caritasverbände in der Beitragskommission bestimmt.

086-2016 (hgw) 26. August 2016

Fotos: Harald Westbeld/ Caritas

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