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Münster / Borken, 24. Januar 2017  

Mutig sein und ausprobieren

youngcaritas greift mit Aktionen soziale Themen auf / Mit 15 Standorten in der Diözese Münster im Bundesvergleich gut aufgestellt

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Kaffee gegen Spenden für Straßenkinder in Äthiopien - die Aktion Coffee to help
nutzten viele youngcaritas-Aktive wie hier in Geldern für die gute Tat.

Münster (cpm). Die soziale Arbeit der Caritas in ihren rund 2.600 Beratungsstellen und Einrichtungen in der Diözese Münster gilt gemeinhein als beständig. Das ist bei dem jüngsten Spross des katholischen Wohlfahrtsverbands ganz anders. Mal hier eine Aktion für Flüchtlinge, mal da Kaffee verkaufen für Straßenkinder in Äthiopien oder auch ein gemeinsames Kaffeetrinken mit den Gästen der Tagespflege in einem Altenheim. Fast drei Jahre nach dem Start haben sich an 15 Orten junge Menschen zu youngcaritas zusammengefunden. "Aber das sind keine festen Gruppen", sagt Franziska Lindfeld, die diesen neuen Zweig im Diözesancaritasverband aufbaut. Ganz bewusst soll youngcaritas keine Jugendorganisation der Caritas sein, eher eine "Aktionsplattform" für Jugendliche und junge Erwachsene. Da gelte es, "mutig zu sein und auszuprobieren".

Die Idee zu youngcaritas stammt aus Österreich. In Deutschland ist youngcaritas 2013 gestartet. Mit inzwischen 15 Standorten ist das Bistum Münster ganz vorne mit dabei. Keimzellen waren in der Diözese die örtlichen Caritasverbände in Coesfeld, Geldern und Herten. Das Altersspektrum reicht weit von Grundschülern bis zu jungen Erwachsenen über 20 Jahre. "Sie finden sich immer wieder neu zusammen und überlegen sich Aktionen", erklärt Lindfeld. Manche seien danach wieder weg, andere bei den nächsten Aktivitäten wieder dabei.

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Ein großer Erfolg war im vergangenen Jahr die Tafel der Solidarität,
die die derzeit stärkste youngcaritas-Gruppe in Hamm organisierte.

Armut, Gerechtigkeit, Solidarität und Flüchtlinge sind die großen, immer wiederkehrenden Themen der Aktionen. In Hamm hat youngcaritas im vergangenen Jahr eine Tafel der Solidarität organisiert, in Moers ist beim "Pfandraising" Geld mittels Pfandflaschen gesammelt worden, in Geldern schwärmten 380 Schüler beim "Day of Caring" in 78 soziale Einrichtungen aus... Neben den lokalen Aktionen lädt youngcaritas zu landes- und bundesweiten Aktionen ein wie dem "refugees welcome lab" in Essen oder in diesem Jahr im Mai zur "GemeinsamZeit".

Da zeigt sich nicht nur viel Kreativität, die Aktionen führen auch zu konkreter Hilfe, so Lindfeld. Mit gesammeltem Geld werden zum Beispiel in Zusammenarbeit mit Caritas international Ziegen für Äthiopien gekauft. Geld musste auch der Diözesancaritasverband Münster in die Hand nehmen für den Aufbau von youngcaritas. Für drei Jahre wurde Lindfelds Projektstelle eingerichtet und jetzt zunächst einmal bis Ende 2018 verlängert. Aus Innovationsmitteln sind in 2016 je 5.000 Euro für sieben örtliche Verbände geflossen. Die Caritas Moers-Xanten rüstet dafür zum Beispiel einen Transporter zum Spielmobil um, das dann für Aktionen vor Ort eingesetzt werden kann.

Franziska Lindfeld ist überzeugt, dass youngcaritas weiter wachsen wird. Drei weitere Interessenten stehen schon auf Ihrer Liste. Bisherige Standorte der Caritasverbände in der Diözese Münster bzw. Interessenten für youngcaritas sind derzeit: Ahaus-Vreden, Ahlen, Borken, Bottrop, Coesfeld, Dinslaken-Wesel, Duisburg, Geldern-Kevelaer, Hamm, Herten, Lünen, Marl, Moers-Xanten, Münster, Rheine, Steinfurt, Waltrop-Oer-Erkenschwick

006-2017 (hgw) 24. Januar 2017

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