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Münster / Borken, 11. April 2017  

Die Richtigen finden und binden

"Fachwissen zum Frühstück" mit dem Thema "Arbeitgebermarke" / Mitarbeiter als Botschafter einsetzen

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Die Teilnehmer des Fachwissens zum Frühstück diskutierten
beim Diözesancaritasverband Münster über Arbeitnehmerzufriedenheit.
(Foto: Lisa Ueköter / Caritas Münster)

Münster (cpm). Fünf Millionen Fachkräfte werden 2030 in der Sozialwirtschaft fehlen. Fünf Millionen Altenpfleger, Betreuungsassistenten oder Sozialarbeiter, die sich nicht um hilfsbedürftige Menschen sorgen werden - sofern nicht gegengesteuert wird. Beim "Fachwissen zum Frühstück" des Diözesancaritasverbandes Münster diskutierten Verantwortliche aus dem stationären Altenhilfebereich das Thema "Mit starker Arbeitgebermarke Mitarbeiter finden und binden".

Die Art und Weise wie ein Unternehmen in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird, entspricht dem Arbeitgeber-Image, das durch die Arbeitgeber-Marke kommuniziert wird. Eine gute Marken-Kommunikation fördert eine hohe Bewerber-Reichweite und die langfristige Mitarbeiter-Bindung an den Arbeitgeber. Eine Marke zu entwickeln und aufzubauen, ist jedoch ein langer, kontinuierlicher Prozess. "Er kann mehrere Jahre dauern und einen Kleinwagen kosten", weiß Michaela Arlinghaus, Referentin und Kommunikationswissenschaftlerin. Doch vor allem kleinere Betriebe haben oftmals nicht die finanziellen Mittel für einen langwierigen Strategieprozess. Ein authentisches und glaubwürdiges Arbeitgeber-Image zu etablieren, muss daher anders und weniger aufwendig entwickelt werden.

Gerade im Bistum Münster, wo Einrichtungen in ländlichen Gebieten liegen, wird Vieles durch "Mund-zu-Mund-Propaganda" kommuniziert. So trägt das, was etwa Mitarbeiter, Bewohner oder deren Angehörige über ein Altenheim berichten, entscheidend dazu bei, ob sich Fachkräfte in dieser Einrichtung bewerben oder nicht. Arbeitgeber sollten also das eigene Personal mobilisieren, denn ihre Mitarbeiter sind "die besten Botschafter der Arbeitgeber-Marke", erklärt Arlinghaus, "Nur zufriedene Arbeitnehmer empfehlen ihren Arbeitsplatz weiter."

Teilnehmer des Formats „Fachwissen zum Frühstück“ erhielten außerdem Tipps, ihre bisherigen Maßnahmen aufzubessern, um Bewerber auf sich aufmerksam zu machen. Stellenanzeigen sollten beispielsweise nicht nur die Rubrik „Wir erwarten...“, sondern auch und vor allem die Kategorie „Wir bieten...“ enthalten. Hier sollten Vorteile des Betriebs aufgeführt werden, die den Ansprüchen der potenziellen Bewerber entsprechen, zum Beispiel gezielte Rückenschulungen im Rahmen des Gesundheitsmanagements.

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